Erfolgreiche Umsetzung Ihrer HR-IT-Strategie: Die technische Umsetzung.
Die Digitalisierung hat längst alle Unternehmensbereiche erfasst und stellt insbesondere die HR-Abteilungen vor neue Herausforderungen und damit auch neue Chancen. Doch was bedeutet es konkret, eine HR-Digitalisierungsstrategie zu entwickeln und umzusetzen?
Es geht nicht nur darum, bislang analoge Prozesse durch digital abzubilden, sondern darum, die gesamte HR-Funktion strategisch neu auszurichten. Von der Automatisierung administrativer Routineaufgaben bis zur datengetriebenen Personalentwicklung – eine durchdachte Digitalisierungsstrategie kann Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig die Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu erhöhen.
6 Schritte: Wie baut man eine HR-IT-Strategie?
Eine erfolgreiche HR‑IT‑Strategie erfordert eine strukturierte Vorgehensweise, die sowohl technische, prozessuale als auch organisatorische Aspekte berücksichtigt.
| Meilenstein | Beschreibung | Grober Zeitrahmen |
| IST‑Analyse | Analyse der aktuellen HR‑IT‑Landschaft, Prozesse, Systeme, Datenqualität und Reifegrad | 1.–2. Monat |
| Zieldefinition | Ableitung strategischer und operativer Ziele, Priorisierung der Themenfelder, Definition erster KPIs | 2. Monat |
| SOLL‑Prozesse | Ausarbeitung der zukünftigen HR‑Prozesse, Klärung der Systemanforderungen, fachliche & technische Workshops | 3.–4. Monat |
| Softwareauswahl | Erstellung Anforderungskatalog, Marktsichtung, Bewertung, Anbieterpräsentationen, Finalauswahl | 4.–6. Monat |
| Implementierung | Systemkonfiguration, Datenmigration, Schnittstellen, Testphase, Schulungen, Change Management | 6.–10. Monat |
| Optimierung | KPI‑Review, Feedbackzyklen, kontinuierliche Verbesserung, Release‑Management, Erweiterungen | fortlaufend nach Go‑Live |
Schritt 1: IST-Analyse
Der erste Schritt ist die Analyse der aktuellen HR‑IT‑Landschaft. Dabei werden bestehende HR‑Prozesse, Systeme, Schnittstellen sowie der digitale Reifegrad des Unternehmens untersucht. Ziel ist es, sowohl Schwachstellen, Medienbrüche und ineffiziente Abläufe zu identifizieren als auch funktionierende Strukturen zu erkennen. Die IST‑Analyse dient als objektive Bestandsaufnahme und nicht als Fehlersuche.
Die Einbindung relevanter Stakeholder wie HR, IT, Datenschutz, Betriebsrat und Führungskräften ist entscheidend, um ein vollständiges Bild der aktuellen Herausforderungen, Ziele und Chancen zu erhalten.
Schritt 2: Ziele definieren
Im zweiten Schritt werden die strategischen und operativen Ziele der HR‑IT‑Strategie definiert. Soll die Effizienz gesteigert, die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht, die Datenqualität verbessert oder die Systemlandschaft konsolidiert werden? Die Ziele sollten messbar sein – idealerweise über klar definierte KPIs –, um im späteren Verlauf überprüfen zu können, ob sie erreicht wurden.
Einbeziehung aller relevanten Stakeholder:
- Stakeholder-Identifikation: Bestimmung der relevanten Parteien, einschließlich HR, IT, Management und möglicherweise externer Partner
- Kommunikation und Transparenz: Regelmäßige Updates und klare Kommunikation mit den Stakeholdern, um deren Unterstützung und Engagement zu gewährleisten
- Feedbackschleifen: Einholen von Rückmeldungen der Stakeholder, um deren Bedenken und Vorschläge in die Strategieentwicklung zu integrieren
- Gemeinsame Ziele: Zusammenarbeit bei der Festlegung von Zielen und Prioritäten, um sicherzustellen, dass alle relevanten Bedürfnisse und Perspektiven berücksichtigt werden
Tipp: Eine klare Priorisierung der Bereiche mit dem größten Hebel – etwa Recruiting, Payroll, Zeitwirtschaft oder HR‑Core – sorgt dafür, dass die Strategie zielgerichtet bleibt.
Schritt 3: SOLL-Prozesse definieren
Im dritten Schritt werden die zukünftigen SOLL‑Prozesse definiert. Auf Basis des IST‑Zustands und der strategischen Ziele werden hier die neuen Prozesse und Systemanforderungen ausgearbeitet. Workshops mit HR‑Expert:innen, IT, Datenschutz und ggf. internationalen Einheiten helfen dabei, Anforderungen zu konkretisieren, Automatisierungspotenziale zu identifizieren und eine realistische Einschätzung aus der Praxis zu erhalten.
Die Modellierung der SOLL‑Prozesse bildet die Grundlage für die spätere Auswahl der passenden Technologien.
Tipp: Es empfiehlt sich immer erst die SOLL‑Prozesse zu definieren, bevor es in die Softwareauswahl geht. So wird die Software auf Basis der eigenen Anforderungen gewählt – nicht umgekehrt.
Schritt 4: Tools und Software auswählen
Im vierten Schritt geht es darum, die richtigen Systeme und Softwarelösungen zu finden, die die definierten Anforderungen erfüllen. Zunächst wird ein detaillierter Anforderungskatalog erstellt, der Must‑haves und Nice‑to‑haves dokumentiert. Anschließend folgt eine Marktsichtung, bei der potenzielle Anbieter identifiziert werden. Mithilfe einer Entscheidungsmatrix werden die Anbieter nach fachlichem, wirtschaftlichem, technischem und strategischem Fit bewertet, um die optimale Lösung auszuwählen.
Tipp: Auch hier lohnt es sich, Expert:innen hinzuzuziehen – insbesondere um Funktionsversprechen der Anbieter richtig einschätzen zu können und von Erfahrungen aus anderen HR‑IT‑Projekten zu profitieren.
Schritt 5: Implementierung & Change Management
Die Implementierung ist der fünfte Schritt und entscheidend für den Erfolg der HR‑IT‑Strategie. Eine strukturierte Roadmap, beispielsweise in Form eines Pilotprojekts oder eines Wellenmodells, sorgt für eine reibungslose Einführung der neuen Systeme und Prozesse. Zentrale Aufgaben in dieser Phase sind:
- Datenmigration
- Schnittstellenanbindung
- Systemkonfiguration
- Testmanagement (UAT, Integrationstests)
- Schulungen der Mitarbeitenden
Gleichzeitig ist ein aktives Change Management notwendig, um die Akzeptanz der neuen Lösungen zu fördern und Widerstände zu minimieren.
Wichtige Aspekte des Change Managements beinhalten:
- Kommunikation: Klarheit über die Vorteile und Notwendigkeit der neuen Technologie schaffen und regelmäßig über Fortschritte informieren
- Einbindung von Führungskräften: Motivieren und Einbeziehen von Führungskräften, um als Vorbilder die Akzeptanz der Mitarbeiterschaft zu fördern
- Feedbackmechanismen: Kanäle einrichten, über die Mitarbeiter Rückmeldungen geben und Unterstützung bei Problemen einholen können
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Schritt 6: Optimierung
Der letzte Schritt ist die kontinuierliche Optimierung der HR‑IT‑Strategie. Nach der Implementierung werden Systeme, Architektur und Prozesse regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen entsprechen und auf die Ziele einzahlen. Feedback von Nutzer:innen und die Auswertung definierter KPIs helfen, Schwachstellen zu identifizieren und Verbesserungen umzusetzen.
Zudem können weitere Module oder neue Technologien wie Learning Management, People Analytics oder KI‑gestützte Funktionen schrittweise integriert werden.
Tipp: Unternehmen profitieren an dieser Stelle enorm davon, wenn die ersten Schritte sauber durchgeführt wurden. So lassen sich Erfolge messbar darstellen und zukünftige Potenziale klar ableiten.
Fazit
Eine erfolgreiche HR-IT-Strategie basiert auf einer fundierten Analyse der bestehenden Systemlandschaften, der klaren Definition von Zielen und der Einbindung aller relevanten Stakeholder. Entscheidend ist eine strukturierte Umsetzungsstrategie, die sowohl technische als auch organisatorische Aspekte adressiert und durch einen praxistauglichen Fahrplan unterstützt wird. Die Auswahl passender Software und ein umfassendes Change Management fördern die Akzeptanz neuer Technologien. Effektive Schulungs- und Supportstrukturen sichern einen reibungslosen Betrieb und stärken die Anwenderkompetenz. Regelmäßige Erfolgskontrollen und die flexible Anpassung der Strategie gewährleisten langfristige Effizienz und Zukunftsfähigkeit der HR-IT-Systeme.
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Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zu HR-Digitalisierungsprojekten und unserem Implementierungsansatz.
Die Entwicklung beginnt mit der Vorbereitung und Planung, einschließlich der Analyse der aktuellen HR-IT-Landschaft, um Stärken, Schwächen und potenzielle Herausforderungen zu identifizieren.
Ziele und Anforderungen werden durch das Festlegen strategischer Prioritäten klar definiert, wobei IT-Konformität, Datenschutz und die Einbeziehung aller relevanten Stakeholder besondere Beachtung finden.
Bei der technologischen Implementierung sind die Auswahl passender Softwarelösungen, der Vergleich von Cloud vs. On-Premise Lösungen und ein effektives technologisches Change Management entscheidend.
Durch regelmäßige Erfolgskontrollen, die Definition und Evaluierung von KPIs, sowie die Flexibilität, neue Anforderungen systematisch zu bewerten und zu integrieren, wird die Strategie fortlaufend angepasst und optimiert.
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