Business Transformation
im digitalen Zeitalter – Wie der Mittelstand „enkelfähig“ bleibt

Die Tragweite der Digitalisierung und der Business Transformation wird häufig entweder auf die Einführung einer Software oder auf neue Geschäftsmodelle im Plattformumfeld reduziert. Beides greift zu kurz und ist insbesondere für die Masse des deutschen Mittelstandes auch nur bedingt relevant.

Das relevanteste Potential im Kontext der Digitalisierung – aber auch die große Herausforderung – liegt darin, Wertschöpfung gänzlich neu zu denken und zu organisieren. Das Umdenken ist nicht nur im Sinne datenbasierter, interner Optimierung von Produktionsabläufen, administrativen Prozessen oder Kundenzugang, sondern vor allem auch bei tieferen Vernetzungen und Flexibilisierung mit Lieferanten und Dienstleistern notwendig. Auf diese Potentiale hin gilt es die eigene Organisation vom Bezug bis zu Absatz hin fit zu machen und den „Refresh“ Button zu drücken.

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Business Transformation auf Mittelständisch heißt:
„Weltmarktführer bleiben“

Die gute Nachricht zuerst: Der Mittelstand kann Transformation.

Ziel einer jeden Transformation ist es, wettbewerbsfähige Organisationen zu formen. Das hat der Mittelstand bereits einmal geschafft. Weltmarktführer, soweit das Auge reicht!

In diese Position hat sich der Mittelstand entwickelt, weil seine Unternehmen als begeisterte Pioniere gehandelt haben. Die letzte große Transformation, die wir heute unter dem Stichwort Globalisierung kennen, wurde höchst erfolgreich bewältigt und der D/A/CH-Raum ist damit zu einem der exportstärksten Märkte der Welt geworden. Die damaligen Vorantreiber haben über den Tellerrand hinausgesehen und sich neue Märkte erschlossen.

Der Clou war aber nicht nur das Absatzpotential zu erkennen, sondern sowohl die gesamte Lieferkette als auch die Wertschöpfung insgesamt neu zu denken und zu strukturieren – eben die eigene Organisation entsprechend zu transformieren.

Was der Mittelstand früher gut gemacht hat, machen Start-ups heute (digital)

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Transformation Readiness Check

Wo steht Ihre Organisation?

Wie weit ist Ihr Unternehmen in Fragen der Transformation?

Im Fokus meiner Anfrage steht ...

Meine Rolle in dem Kontext ist in der Perspektive ...

„Business Transformation ist immer das gleiche grundlegende, unternehmerische Handwerk, aber der Treiber macht den Unterschied“

Nichts anderes machen derzeit Start-ups im Kontext der Digitalisierung. Nur, dass eben nicht mehr neue geopolitische Potentiale, sondern die Digitalisierung, den Treiber darstellt. Die jungen Tech-Unternehmen sind dabei, Schritte der Wertschöpfung neu zu denken, diese mit der höchsten Wertschöpfung für sich zu sichern oder gleich das Geschäftsmodell gänzlich neu zu organisieren und dabei:

  • Wettbewerbspotentiale aufgrund veränderter (technologischer) Potentiale erkennen
  • Wertschöpfung neu denken – vom Bezug, der Produktion zum Absatz und der Administration
  • Die Organisation danach ausrichten

Digitale Business Transformation im Mittelstand: Mit der Zeit gehen, statt mit der Zeit zu gehen

Kernfrage ist nun, ob und wie kann der Mittelstand Erfahrung und traditionelle Stärken einbringen, um im digitalen Wettbewerb mit den schnell wachsenden Start-ups in punkto Innovation und Wachstumsgeschwindigkeit mitzuhalten?

Die Antwort heißt: „back to the roots!“

Plakativ gesagt, besteht der wesentliche Unterschied zwischen den „reiferen“ Unternehmen und den Start-ups darin, dass die Start-ups in einer kollektiven organisatorischen Aufbruchsstimmung sind und von einer entsprechenden Kultur getragen werden. Ihre DNA ist geprägt von einem hohen Maß an Verständnis der marktbestimmenden Technologien und dem Willen, deren Potentiale in Geschäftsmodelle zu übersetzten. Entscheidungsstrukturen sind schlank und schnell. Der Wille zur Innovation ist hoch und über allem steht der starke Zug zum Kunden hin.

Und diese Punkte sind den Mittelständlern nicht neu! Aber: Hand aufs Herz – sind diese wirklich noch so ausgeprägt, wie es einmal war?

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Darauf sind wir stolz:
Bereits über 700 Projekte und damit über 4 Millionen erreichte
Mitarbeitende in 80 Ländern.

Daran erkennen Sie, dass etwas mehr Rost da ist, als man sich eingestehen will:

  • Hier und da gibt es politische Spielchen
  • Entscheidungswege sind nicht so schlank wie sie seien könnten
  • Gremien werden eingebunden, nur um sich abzusichern oder Entscheidungen absegnen zu lassen
  • Auf dem Flurfunk wird über Überbürokratisierung und die guten, alten Zeiten, als noch alles besser war gesprochen
  • Es wird selten kritisch hinterfragt, ob die Art der Wertschöpfung so sein muss, wie sie heute gelebt wird
  • Es wird mehr von sich selbst gesprochen als über den Markt und den Wettbewerb
  • Es wird sich nicht getraut, kritisch zu hinterfragen, ob Bezug, Produktion und Absatz nicht gänzlich neu gedacht und organisiert werden könnten
  • Im Einsatz von Mitteln ist man nicht mehr technologisch führend oder auf dem neusten Stand

Einen entscheidenden Vorteil hat der Mittelständler: aufgrund von jahrelanger Erfahrung kann er Trends und aufkommende, moderne Konzepte kritischer hinterfragen und besser einschätzen, was für das jeweilige eigene Unternehmen passt.

Transformationskonzepte wie Purpose, agile Projektsteuerung, Scrum und Design Thinking können Unternehmen für die Digitalisierung fit machen. Aber eben nur, wenn man sie nicht überlädt oder zweckentfremdet! Reduziert man diese Werkzeuge auf ihren eigentlichen Zweck hin, haben diese gerade für den Mittelstand einen hohen Wiedererkennungswert gegenüber bereits gelebten Werten und Strukturen und somit eine große Chance akzeptiert zu werden.

Digitale Business Transformation ist nichts neues!

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Empowerment & Co: für den Mittelstand kein Konzept, sondern DNA

In den Wurzeln der Globalisierung waren viele Mittelständler mit heutigen Start-ups zu vergleichen: schnell agierend und dezentral auf den Kunden fokussiert. Ein hoher Grad an Autonomie in der Organisations- und Teamsteuerung, um neue Märkte vor Ort erschließen zu können. Lokale Herausforderungen wie Sprachen, Kultur, Recht mussten mit einer Hands-on-Mentalität gemeistert werden. Der Fokus galt dem Aufbau und der Pflege von Kunden und Lieferantenbeziehungen, sowie dem Aufbau eigener Standorte. Start-ups, die Digitalisierung treiben, meistern diese ähnlichen Herausforderungen auch. Dort haben sich nun eine Reihe von Werkzeugen bewährt, um schneller und zielgerichteter die Zusammenarbeit zu organisieren. Das Denken wird auf den Kunden hin ausgerichtet, um schnelle Entscheidungen zu treffen.

Und im Einzelnen sind Werkzeuge wie Design Thinking, Scrum oder Mischformen von agiler Projektsteuerung nichts anderes als möglichst kundennah Fakten zu bekommen. Methoden wie OKR stellen am Ende sicher, dass man über intensiven Austausch wahrscheinlicher an das Ziel kommt. Solche Arbeitsweisen erfordern einen hohen Grad an Eigenverantwortung. In Kombination mit Autonomie entzaubert dies das Wort „Empowerment“. Nichts fördert eine Haltung des „sich zu eigen machen“ mehr, als sich nicht nur mit abstrakten Zielen des Unternehmens zu beschäftigen, sondern sich mit der eigenen Arbeit auch wirklich identifizieren zu können.

Der Mittelstand ist für eine Transformation im Grunde gut gewappnet

Natürlich müssen nicht jede Abteilung und jedes Team im Unternehmen so arbeiten. Man sollte gut überlegen, wo und wie agilere Arbeitsformen der Schlüssel zur Transformation sein können. Doch Fakt ist: all das sind keine grundlegend neuen Themen für den Mittelstand, sondern DNA, die früher stärker präsent war und jetzt unter neuen Begriff wiederkommt.

Der Mittelstand ist optimal geeignet, um die digitale Transformation als Chance zu nutzen. Gespickt mit jeder Menge Top-Fachkräften und einer gemeinsamen, oft familiären Identität sind die Grundlagen da. Dennoch sollte sich das Unternehmen fragen, ob die eigene Organisation noch hungrig und schnell genug ist, um zu verstehen, wo und wie Digitalisierung unser Geschäftsmodell und unsere Märkte beeinflussen kann und diese Entwicklung dann auch vorantreiben.

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