CLEVIS Logo - Featured Image

Die Entwicklung einer tragfähigen HR-IT-Strategie ist heute einer der zentralen Bausteine einer modernen HR-Organisation. In vielen Projekten sehen wir bei CLEVIS, dass Unternehmen zwar bereits einzelne digitale Tools einsetzen, jedoch kaum eine klar definierte Systemlogik, Datenstrategie oder technische Architektur existiert. Die Folge: Insellösungen, redundante Datenpflege, geringe Nutzerakzeptanz und fehlende Skalierbarkeit.

Genau deshalb braucht erfolgreiche HR-Digitalisierung zuerst ein solides Fundament – technische Voraussetzungen, klare Governance, integrierte Schnittstellen und ein gemeinsames Zielbild. Dieser Artikel ordnet die wichtigsten Voraussetzungen und Herausforderungen strukturiert ein und zeigt, wie Unternehmen eine nachhaltige, zukunftssichere HR-IT-Strategie entwickeln können.

Technische Voraussetzungen zur Umsetzung einer HR-IT-Strategie – Einordnung der Schlüsselfaktoren

Für die Entwicklung und Umsetzung einer HR-IT-Strategie sind mehrere technische Grundvoraussetzungen zu berücksichtigen. Zunächst ist eine geeignete Plattform erforderlich, die zentrale Funktionen wie Stammdatenverwaltung, digitale Personalakten und ein durchgängiges Dokumentenmanagement unterstützt. Diese Plattform sollte die Integration verschiedener HR-Module wie Recruiting, Onboarding, Zeitmanagement, Talent Management und Vergütungsmanagement ermöglichen, um Insellösungen zu vermeiden und einen konsistenten Datenfluss sicherzustellen.

 

Wichtige technische Komponenten und Merkmale sind:

  • Verlässliche IT-Infrastruktur als Basis (Server, Cloud, Datenspeicher)
  • Modular aufgebaute HR-Software mit Kernfunktionen (z. B. Payroll, Zeitwirtschaft)
  • Digitale Workflows für standardisierte und automatisierte HR-Prozesse
  • Möglichkeiten für Integration und Anbindung an Drittsysteme sowie bestehende ERP- oder Business-Technology-Plattformen
  • Self-Service-Portale für Mitarbeitende zur eigenständigen Verwaltung persönlicher Daten und Anliegen
  • Digitale Tools für automatisierte Dokumentenerstellung und rechtssichere Archivierung
  • Technologien für Prozessautomatisierung und Schnittstellen zur KI-Unterstützung

 

Diese Elemente legen die technische Grundlage für effiziente und skalierbare digitale HR-Prozesse. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei modulare Systemarchitekturen, die eine flexible Erweiterung und zuverlässige Integration weiterer HR-Funktionalitäten ermöglichen.

Zu beachten ist außerdem, dass die eingesetzten Technologien die gesetzlichen Anforderungen an Datenschutz und Zugriffskontrolle erfüllen müssen und die gewünschten HR-Kernprozesse umfassend abbilden können.

Technische Voraussetzungen und Grundlagen einer HR-IT-Strategie im Unternehmen

Die HR-IT-Architektur bildet das technologische Grundgerüst für alle digitalen HR-Prozesse.

Sie beschreibt, wie verschiedene HR-IT-Systeme, wie z.B. Core HR-Systeme, spezialisierte Anwendungen oder Cloud-Plattformen, miteinander verknüpft sind und welche Schnittstellen die Datenflüsse ermöglichen.

Ein HR Core System dient als zentrales Fundament der gesamten HR-IT-Landschaft. Es verwaltet essentielle Stammdaten der Mitarbeitenden und bildet somit den Ausgangspunkt für alle weiteren HR-Prozesse, wie Payroll, Zeitwirtschaft oder Talentmanagement.

Die HR Systemintegration gewährleistet, dass einzelne Softwarelösungen – etwa für Recruiting, Learning oder Performance – reibungslos mit dem Core System und untereinander kommunizieren können. Hierbei spielen standardisierte oder individuelle HR Schnittstellen (z.B. APIs) eine zentrale Rolle, da sie die Übertragung und Verarbeitung von Personaldaten über Systemgrenzen hinweg ermöglichen.

Eine kontinuierlich hohe HR-Datenqualität ist für die Arbeit aller HR-IT-Komponenten unerlässlich. Dazu gehört die Pflege korrekter, aktueller und vollständiger HR-Stammdaten ebenso wie regelmäßige Prüfmechanismen und einheitliche Datenformate zur Vermeidung von Medienbrüchen und Fehlerquellen.

Häufig wird ein zentraler HR Data Hub eingesetzt, um Daten aus verschiedenen Systemen zusammenzuführen und konsistent bereitzustellen. Dadurch entstehen weniger Datensilos, und ein einheitlicher Zugriff auf aktuelle Personaldaten wird gewährleistet.

 

Folgende Kernaspekte machen die technischen Voraussetzungen aus:

  • Existenz eines stabilen, adaptiven HR Core Systems
  • Klare Architektur-Modelle (z.B. Best-of-Breed, Suite- oder Cluster-Ansatz)
  • Definierte und wartbare HR Schnittstellen zwischen den Systemen
  • Einhaltung und Sicherstellung von HR-Datenqualität
  • Möglichkeit zur Integration und Synchronisierung neuer Anwendungen über passende Schnittstellen

Diese Punkte bestimmen, wie skalierbar, integrationsfähig und zukunftssicher die HR-IT-Strategie im Unternehmenskontext ausgestaltet werden kann.

CLEVIS sorgt für HR-Digitalisierung ohne teure Fehlentscheidungen

Viele Unternehmen starten mit Tools, bevor Zielbild, Prozesse und Governance geklärt sind.
Auf unserer Leistungsseite zeigen wir, wie HR-Digitalisierung strukturiert, wirtschaftlich und realistisch angegangen wird – anbieterunabhängig und bedarfsorientiert, von der Einordnung bis zur Umsetzung.

Vom punktuellen Sparring bis zur End-to-End-Begleitung.

Fachliche Einordnung von HR-IT-Software unter DSGVO-Aspekten im HR-Bereich

Die DSGVO bildet den verbindlichen Rechtsrahmen für alle HR-IT-Systeme, sobald darin personenbezogene Daten von Beschäftigten verarbeitet werden. Im Kontext HR Compliance ist insbesondere die Zweckbindung, also die klare Festlegung und Begrenzung der zulässigen Verarbeitungszwecke von Mitarbeiterdaten, zentral. Zusätzlich gilt der Grundsatz der Datenminimierung: Es dürfen nur diejenigen Daten verarbeitet werden, die für den jeweiligen HR-Zweck zwingend erforderlich sind.

Ein wichtiger Aspekt des HR Datenschutz ist die Zugriffssicherheit. Nur autorisierte HR-Mitarbeitende oder Führungskräfte dürfen Zugang zu sensiblen Personaldaten erhalten. In digitalen HR-Prozessen sind hierfür technische und organisatorische Maßnahmen (z.B. verschlüsselte Übertragung, Zugriffskontrollsysteme) einzurichten, die den Schutz vor unberechtigtem Zugriff und Datenverlust gewährleisten.

HR-IT-Software muss Audit-Anforderungen erfüllen. Dazu zählt, dass alle relevanten Verarbeitungsvorgänge, Zugriffe und Änderungen an Mitarbeiterdaten revisionssicher protokolliert werden können. Solche Audit-Mechanismen unterstützen Nachweispflichten im Rahmen von HR Compliance und erleichtern die Reaktion auf Auskunftsanfragen durch Betroffene.

Bei der Nutzung internationaler HR-Systeme, etwa bei Cloud-Lösungen mit Serverstandorten außerhalb der EU, muss geprüft werden, ob geeignete Garantien für das Datenschutzniveau gemäß DSGVO HR existieren. Dies betrifft insbesondere Regelungen zur Auftragsverarbeitung und zur Übermittlung in Drittländer. Mögliche Maßnahmen umfassen den Abschluss von Standardvertragsklauseln und das Vorsehen zusätzlicher Schutzmaßnahmen.

Die Zusammenarbeit zwischen HR-Abteilung, IT und dem Datenschutzbeauftragten ist für die Auswahl, Einführung und den Betrieb von HR-IT-Software unerlässlich. Gemeinsam werden die gesetzlichen Anforderungen an den HR Datenschutz und die DSGVO HR in die Systemarchitektur und -prozesse übersetzt und kontrolliert.

Typische Probleme und strukturelle Herausforderungen bei der Entwicklung einer HR-IT-Strategie

Fragmentierte HR-Systemlandschaften entstehen häufig durch den parallelen Einsatz mehrerer Insellösungen. Typische Anzeichen sind unverbundene Systeme, die keine durchgängige Datenübertragung erlauben oder redundante Datenbestände erzeugen; dies führt häufig zu Datensilos und erschwert die Steuerung sowie Einhaltung von Compliance-Anforderungen.

Ein weiterer zentraler Problembereich liegt im hohen manuellen Aufwand. Ist die HR-Systemlandschaft nur unzureichend integriert, werden viele Prozesse weiterhin händisch bearbeitet, was Zeit kostet, die Fehleranfälligkeit erhöht und Automatisierungspotenziale ungenutzt lässt.

Unzufriedenheit der Nutzer entsteht, wenn Systeme komplex, schwer verständlich oder nicht ausreichend an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst sind. Fehlende Self-Service-Funktionen, unübersichtliche Oberflächen oder geringe Akzeptanz führen dazu, dass die gebotenen Funktionen nur eingeschränkt genutzt werden.

 

Folgende Optionen bieten sich, um auf diese Probleme zu reagieren:

  • Bestandsoptimierung bestehender Systeme
  • HR Systemwechsel zur Ablösung veralteter oder ungeeigneter HR-Systeme
  • Auswahl und Einführung neuer Lösungen, etwa nach dem Best-of-Breed-Ansatz, Suite- oder Cluster-Modell
  • Anpassung der Strategie, um Prozesse und Technologien besser zu verzahnen

 

Diese Ansätze bieten differenzierte Möglichkeiten, die Systemlandschaft an das Zukunftsniveau, etwa die Anforderungen an die Beste HR Software 2026, anzupassen.

Ein Systemwechsel ist dann sinnvoll, wenn erhebliche Prozessineffizienzen, mangelnde Integration, fehlende Automatisierung oder unzureichende Unterstützung für Geschäftsprozesse auftreten. Die Entscheidung basiert auf einer Analyse der gegenwärtigen IT-Landschaft, der organisatorischen Ziele und des bestehenden technologischen Reifegrads.

Insgesamt entstehen typische Probleme einer HR-IT-Strategie an den Schnittstellen zwischen Technologie, Prozessen und Menschen. Eine strukturierte Bestandsaufnahme, Einbindung der Stakeholder und die kontinuierliche Bewertung von Nutzerfeedback sind wesentliche Voraussetzungen, um Schwachstellen zu erkennen und geeignete Optimierungsmaßnahmen einzuleiten.

CLEVIS hilft, die richtige HR-Software auszuwählen – anbieterunabhängig und ohne sich im Markt zu verlieren

Der HR-Software-Markt ist unübersichtlich: viele Anbieter, ähnliche Versprechen, unterschiedliche Architekturen. Wir zeigen, wie Unternehmen HR-Software strukturiert auswählen – passend zu Zielbild, Prozessen und Organisation.

Anbieterunabhängig
Bedarfsorientiert
Praxiserprobt

Beitrag und Wirkmechanismen einer optimierten HR-IT-Strategie zur HR-Effizienz

Eine leistungsfähige HR-IT-Strategie bildet das Fundament für nachhaltige HR Effizienz. Sie verknüpft moderne Technologien, automatisierte HR Workflows und strukturierte Datenverwaltung mit klaren Zielen und einer durchdachten Systemarchitektur.

Der Beitrag der HR-IT zur HR-Effizienz zeigt sich besonders bei der Digitalisierung von HR Prozessen und der Automatisierung wiederholbarer Routineaufgaben. Durch die Einführung von Employee Self Services können Mitarbeitende und Führungskräfte zum Beispiel Urlaubsanträge oder Mitarbeitergespräche selbstständig initiieren, wodurch manuelle, zeitaufwändige Bearbeitungen entfallen und Personalressourcen für strategische Aufgaben frei werden.

 

Kernbausteine einer erfolgreichen, digitalisierten HR-IT-Strategie sind:

  • Integration moderner HR-Core-Systeme, Cloud-Plattformen und optional KI-gesteuerter Anwendungen
  • Automatisierung von Standardprozessen zur Reduktion manueller Arbeitsschritte
  • Bereitstellung von Self-Services für Mitarbeitende und Führungskräfte
  • Systematische, datenbasierte Analyse von HR-Prozessen und KPIs
  • Anpassbarkeit und Skalierbarkeit durch passende Architektur (z. B. Best-of-Breed, Suite, Cluster-Modelle)

 

Diese Prinzipien ermöglichen es, den Zeitaufwand für Verwaltungsprozesse zu verringern und die Qualität von HR-Services messbar zu erhöhen. Besonders in Shared Service Centern werden standardisierte und automatisierte HR Workflows gebündelt, was einen hohen Grad an HR Effizienzsteigerung ermöglicht und zur Senkung operativer Kosten beiträgt.

Der Return on Investment (ROI) der HR Digitalisierung manifestiert sich in verschiedenen Erfolgskriterien: Unternehmen berichten u. a. von verkürzten Bearbeitungszeiten, reduzierten Kosten pro HR-Transaktion und einer verbesserten Datenqualität, die fundierte, schnellere Entscheidungen erlaubt. Ein konkretes Beispiel aus der Praxis ist die Entwicklung einer fünfjährigen HR-Digitalisierungs-Roadmap in einem internationalen Unternehmen, die zu optimierter Zusammenarbeit von HR und IT sowie einer deutlichen Vereinfachung der Systemlandschaft führte.

Fazit

Die Erfahrung aus zahlreichen CLEVIS-Projekten zeigt: Eine HR-IT-Strategie entfaltet ihren Nutzen erst dann voll, wenn Technologie, Prozesse, Daten und Rollen sauber miteinander verzahnt sind. Häufig scheitern Unternehmen nicht an fehlenden Tools, sondern an mangelnder Integration oder unklaren Verantwortlichkeiten. Besonders bei gewachsenen Systemlandschaften lohnt sich die systematische Analyse, um Transparenz zu schaffen und echte Prioritäten zu setzen. Entscheidend ist ein klares Zielbild, eine integrierte IT-Architektur und eine hohe Datenqualität als Grundvoraussetzung für Automatisierung und People Analytics. Unternehmen, die diese Prinzipien konsequent verfolgen, professionalisieren ihre HR-Funktion messbar, steigern Effizienz und Nutzerfreundlichkeit und schaffen eine skalierbare Grundlage für weitere digitale Entwicklungen.

Erste Orientierung – ganz ohne Beratungsgespräch

Mit unseren Self-Service-Tools wie SmartMatch, der Anbieterübersicht und dem HR-IT-Assessment.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu HR-Digitalisierungsprojekten und unserem Implementierungsansatz.

Eine Überarbeitung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn bestehende HR-Systemlandschaften fragmentiert sind, hohe manuelle Aufwände bestehen oder die Systeme die Anforderungen an Integration, Automatisierung und Compliance nicht erfüllen.

Entscheidend sind eine stabile IT-Infrastruktur, modulare Softwarearchitekturen, geeignete Schnittstellen zur Integration, die Abdeckung zentraler HR-Prozesse sowie die Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen.

Es entstehen oft Datensilos, unverbundene Systeme sowie redundante Datenbestände, wodurch die Steuerung erschwert und Compliance-Anforderungen schwerer einzuhalten sind.

Eine kontinuierlich hohe Datenqualität wird durch die Pflege aktueller Stammdaten, regelmäßige Prüfmechanismen und die Nutzung einheitlicher Datenformate über alle Systeme hinweg erreicht.

Der Best-of-Breed-Ansatz setzt auf spezialisierte Einzelanwendungen mit gezielter Integration, während eine Suite-Lösung mehrere HR-Funktionen in einer Plattform vereint und eng integriert bereitstellt.

Zentral sind die Beachtung der DSGVO, insbesondere Zweckbindung, Datenminimierung und Zugriffssicherheit, sowie die Erfüllung von Nachweispflichten und internationalen Datenschutzregelungen.

Praxisnahe Schulungskonzepte, transparente Kommunikation und die aktive Einbindung aller relevanten Stakeholder tragen wesentlich zur Nutzerakzeptanz und erfolgreichen Umsetzung bei.

Franziska Renger - Das Team CLEVIS
von Franziska RengerFranziska ist bei CLEVIS ein Multitalent: ihre Expertise liegt nicht nur in HR-Softwareauswahl und Prozessoptimierung, sondern ihre Leidenschaft liegt vor Allem im Change Management und dem Enablement während Software-Roll-out. Sie ist studierte Psychologin und seit über 4 Jahren Teil unseres Teams.