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Eine moderne HR‑IT‑Architektur entscheidet heute maßgeblich darüber, ob HR‑Bereiche effizient arbeiten, Migrationen sauber gelingen und Daten zuverlässig fließen. In der Praxis zeigt sich jedoch oft ein anderes Bild: historisch gewachsene Systemlandschaften, fehlende Schnittstellen, manuelle Workarounds und Insellösungen, die weder skalierbar noch zukunftsfähig sind. Besonders bei Systemmigrationen treten diese Schwachstellen offen zutage – plötzlich wird sichtbar, wie abhängig Prozesse von stabilen Integrationen, sauber definierten Datenflüssen und klaren Verantwortlichkeiten sind.

In CLEVIS‑Projekten erleben wir regelmäßig, wie Unternehmen an genau diesen Punkten ansetzen müssen, bevor sie sich für neue Tools oder Plattformen entscheiden. Denn erst das Verständnis der eigenen Architektur – inklusive Security, Flexibilität, Schnittstellenlogik und Compliance – bildet die Basis für eine erfolgreiche Transformation. Der folgende Artikel ordnet alle relevanten Aspekte ein: Integrationsarten, HR‑IT‑Assessments, Sicherheitsanforderungen, Flexibilitätskriterien und die Auswahl moderner HR‑Software. Damit entsteht ein Gesamtbild, das Unternehmen hilft, ihre Architektur strategisch auszurichten, Risiken zu minimieren und zukünftige Anforderungen früh mitzudenken.

Einordnung von Integrationsarten und Schnittstellen in der HR-IT-Strategie

Die Integration bestehender Systeme in eine neue HR-IT-Strategie erfordert ein strukturiertes Verständnis der vorhandenen Systemlandschaft und deren Schnittstellen. Zentrale Aufgabe ist die Definition klarer Datenflüsse (Data Flow) sowie die Abbildung der relevanten Geschäftsprozesse über Systemgrenzen hinweg.

 

Typische Integrationsarten sind:

  • Punkt-zu-Punkt-Integration: Direkte Verbindungen zwischen einzelnen Systemen ermöglichen gezielte Datenübertragungen, führen aber bei wachsender Systemanzahl zu hoher Komplexität.
  • Middleware-basierte Integration: Eine zwischengeschaltete Integrationsschicht übernimmt die Steuerung und Transformation von Daten und Schnittstellen zwischen den Systemen, erhöht die Flexibilität und vereinfacht das Management auch bei vielen Beteiligten.
  • API-Integration: Über definierte Programmierschnittstellen (APIs) erfolgt ein modularer Datenaustausch. APIs ermöglichen eine lose Kopplung, sind bei Best-of-Breed-Architekturen besonders entscheidend und unterstützen flexible Erweiterungen der HR-IT-Landschaft.

Diese Ansätze unterscheiden sich hinsichtlich Flexibilität, Aufwand und Skalierbarkeit. Die Auswahl richtet sich nach Komplexität, Integrationstiefe und vorhandener IT-Struktur.

Zu schaffende Schnittstellen betreffen insbesondere Module wie Recruiting, Zeiterfassung, Payroll und Reporting. Wichtig ist, dass Medienbrüche vermieden und durchgängige Datenflüsse gewährleistet werden. Eine sorgfältige Planung der Schnittstellen ist Voraussetzung, um Insellösungen zu vermeiden und konsistente, effiziente HR-Prozesse zu ermöglichen.

Im Rahmen der Systemarchitektur sollte geprüft werden, ob eine Best-of-Breed-Integration mit APIs einen höheren Koordinationsaufwand erfordert oder ob eine Suite-Lösung mit internen Schnittstellen ausreichend ist. Entscheidend ist, Schnittstellen und erforderliche Integrationspunkte bereits in der Architektur- und Planungsphase zu identifizieren und klar zu beschreiben, wie Daten zwischen Systemen ausgetauscht und verarbeitet werden.

CLEVIS sorgt für HR-Digitalisierung ohne teure Fehlentscheidungen

Viele Unternehmen starten mit Tools, bevor Zielbild, Prozesse und Governance geklärt sind.
Auf unserer Leistungsseite zeigen wir, wie HR-Digitalisierung strukturiert, wirtschaftlich und realistisch angegangen wird – anbieterunabhängig und bedarfsorientiert, von der Einordnung bis zur Umsetzung.

Vom punktuellen Sparring bis zur End-to-End-Begleitung.

Einordnung von Security und Datenschutz in der HR-Architektur unter Berücksichtigung von Compliance

Security und Datenschutz sind grundlegende Anforderungen in der HR-Architektur, da hier besonders schützenswerte personenbezogene Daten verarbeitet werden. Eine konsequente Integration von Sicherheitsmaßnahmen und Datenschutzkonzepten ist erforderlich, um den Schutz von Mitarbeiterdaten und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicherzustellen.

 

Kernaspekte sind dabei:

  • HR-spezifische Sicherheitsanforderungen
  • Datenschutzregelungen nach DSGVO
  • Zugriffskonzepte mit klaren Rollen und Berechtigungen
  • Sicherstellung der Compliance

In der HR-Architektur müssen Zugriffe auf Daten strukturiert verwaltet werden. Rollenbasierte Berechtigungen sorgen dafür, dass Mitarbeitende nur auf die Daten zugreifen können, die für ihre Aufgaben notwendig sind. Dadurch wird das Risiko von Datenmissbrauch oder unbeabsichtigter Offenlegung reduziert.

Der Datenschutz ist eng mit der Einhaltung der DSGVO verknüpft. Unternehmen sind verpflichtet, technische und organisatorische Maßnahmen zu implementieren, um die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit personenbezogener Daten sicherzustellen. Dazu zählen unter anderem Sicherheitsprüfungen bei Änderungen an Systemen und die Einbindung von Security-Tests in den Entwicklungsprozess.

Die Integration von IT und HR ist entscheidend, um sichere und datenschutzkonforme HR-Prozesse zu gestalten. Der kontinuierliche Abgleich von Sicherheits- und Datenschutzanforderungen mit den Möglichkeiten der eingesetzten Technologien gewährleistet die fortlaufende Compliance im Unternehmen. Die klare Definition und konsequente Umsetzung von Zugriffs- und Berechtigungskonzepten bildet die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen im Bereich Security und Datenschutz der HR-Architektur.

Einordnung der notwendigen Flexibilität von IT-Architekturen für zukünftige Anforderungen

Die Flexibilität einer IT-Architektur ist ein zentrales Kriterium, um die Anpassung an die Zukunft sicherzustellen. Eine zukunftsorientierte HR-IT-Architektur muss so gestaltet sein, dass sie nicht nur heutigen Anforderungen gerecht wird, sondern auch wachsende und sich verändernde Geschäftsmodelle unterstützt.

 

Zu den wesentlichen Aspekten gehören:

  • Skalierbarkeit für die problemlose Erweiterung von Kapazitäten
  • Möglichkeit zum Austausch einzelner Systeme ohne Beeinträchtigung des Gesamtsystems
  • Internationale Erweiterbarkeit durch standardisierte Schnittstellen
  • Minimierung von Abhängigkeiten (Vendor Lock-in) durch offene, modulare Strukturen

Eine skalierbare Architektur erlaubt es, Rechenleistung, Speicherkapazitäten und Nutzerzahlen flexibel zu erhöhen oder zu verringern. So kann die IT mit dem Unternehmen und seinen Anforderungen wachsen oder sich an neue Marktbedingungen anpassen.

Die Möglichkeit, einzelne Komponenten auszutauschen oder zu aktualisieren, ohne dass die gesamte IT-Landschaft davon betroffen ist, fördert die Anpassungsfähigkeit und reduziert Ausfallzeiten sowie Risiken bei der Einführung neuer Technologien.

Standardisierte und klar definierte Schnittstellen sind besonders wichtig für internationale Erweiterungen. Sie gewährleisten, dass neue Systeme oder regionale Anforderungen integriert werden können, ohne grundlegende Änderungen an der bestehenden Architektur vorzunehmen.

Die Vermeidung von Vendor Lock-in spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunft HR-IT-Architektur. Durch die Nutzung offener Architekturen und modularer Systeme bleibt die Organisation unabhängig und kann flexibel auf Veränderungen am Markt und im Technologiebereich reagieren.

Diese Merkmale schaffen eine IT-Landschaft, die Sicherheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit gleichermaßen unterstützt und nachhaltige Anpassung ermöglicht.

CLEVIS hilft, die richtige HR-Software auszuwählen – anbieterunabhängig und ohne sich im Markt zu verlieren

Der HR-Software-Markt ist unübersichtlich: viele Anbieter, ähnliche Versprechen, unterschiedliche Architekturen. Wir zeigen, wie Unternehmen HR-Software strukturiert auswählen – passend zu Zielbild, Prozessen und Organisation.

Anbieterunabhängig
Bedarfsorientiert
Praxiserprobt

Fazit

Der Aufbau einer tragfähigen HR‑IT‑Architektur ist kein einmaliges IT‑Projekt, sondern ein fortlaufender Transformationsprozess. Viele Unternehmen unterschätzen, wie stark Schnittstellenqualität, Datenlogik und Flexibilität darüber bestimmen, ob HR‑Prozesse digital funktionieren – oder im Alltag durch Medienbrüche, Doppelpflege und manuelle Reports ausgebremst werden. Besonders Migrationen zeigen, ob die Grundlagen passen oder ob technische Schulden aus der Vergangenheit Entscheidungen blockieren.

Aus Beratungssicht lässt sich klar sagen: Transparenz ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Erst wenn Datenflüsse, Abhängigkeiten und Schwachstellen strukturiert bewertet werden, lassen sich Risiken reduzieren und eine nachhaltige Architektur entwickeln. Unternehmen, die diesen Schritt sorgfältig gehen, profitieren langfristig von stabileren Prozessen, geringeren Integrationskosten und einer deutlich höheren Flexibilität für zukünftige Anforderungen. Hier unterstützen die CLEVIS‑Methoden – von Systemlandkarten über HR‑IT‑Assessments bis zu Anbietervergleichen mit SmartMatch – dabei, die passende Architektur zu entwickeln und die HR‑Organisation strategisch weiterzubringen.

Häufig gestellte Fragen

Eine Middleware-basierte Integration eignet sich besonders bei komplexen Systemlandschaften mit vielen beteiligten Anwendungen, da sie Datenflüsse zentral steuert und die Flexibilität erhöht. In einfachen Umgebungen mit wenigen Systemen kann der zusätzliche Aufwand jedoch nicht erforderlich sein und Punkt-zu-Punkt-Integrationen ausreichen.

Entscheidend sind die vollständige Erfassung existierender Systeme, die systematische Analyse der Datenflüsse und eine klare Dokumentation technischer Protokolle, um funktionale Übergänge und nachhaltige Integrationen zu gewährleisten.

Ein HR IT Assessment ergänzt die bloße Bestandsaufnahme um eine qualitative Bewertung der Systemlandschaft hinsichtlich Integrationsgrad, Datenqualität und Zukunftsfähigkeit und identifiziert zusätzlich Optimierungsbedarf und Risiken.

Risiken ergeben sich insbesondere durch unzureichend geplante Schnittstellen, fehlende Datenkompatibilität, Medienbrüche sowie unerkannte Abhängigkeiten, die zu Ineffizienzen und Insellösungen führen können.

Häufige Fehler sind unklare Rollenzuweisungen, zu weit gefasste Berechtigungen oder fehlende Aktualisierungen, wodurch der Schutz sensibler personenbezogener Daten beeinträchtigt werden kann.

Eine flexible Architektur ermöglicht die Erweiterung und den Austausch einzelner Komponenten, fördert Skalierbarkeit und hilft, Abhängigkeiten von Anbietern zu minimieren, sodass sich die IT-Landschaft an wechselnde Anforderungen anpassen lässt.

Wesentlich ist die Passung zu definierten Anforderungen, die Integrationsfähigkeit in vorhandene Systemlandschaften sowie die Unterstützung bei Implementierung und Datenmigration, um Prozessbrüche und Funktionsdefizite zu vermeiden.

Franziska Renger - Das Team CLEVIS
von Franziska RengerFranziska ist bei CLEVIS ein Multitalent: ihre Expertise liegt nicht nur in HR-Softwareauswahl und Prozessoptimierung, sondern ihre Leidenschaft liegt vor Allem im Change Management und dem Enablement während Software-Roll-out. Sie ist studierte Psychologin und seit über 4 Jahren Teil unseres Teams.

Erste Orientierung – ganz ohne Beratungsgespräch

Mit unseren Self-Service-Tools wie SmartMatch, der Anbieterübersicht und dem HR-IT-Assessment.